Beispiele zu Lärmminderungsmaßnahmen

Unter Lärmminderungsmaßnahmen versteht man technische, bauliche oder planerische Maßnahmen, die den Umgebungslärm verringern.

Umgebungslärm kann durch verschiedene Quellen entstehen. Im Fall der Stadt Herne bilden dabei das tägliche Verkehrsaufkommen auf öffentlichen Straßen und der Schienenverkehr der Deutschen Bahn die größten Faktoren.

Dabei ist zu beachten, dass die Stadt Herne zwar für die Aufstellung des Lärmaktionsplans zuständig ist, Maßnahmen aber immer nur durch den jeweils zuständigen Baulastträger umgesetzt werden können. Für Autobahnen sowie Bundes- und Landesstraßen außerhalb der Ortsdurchfahrten ist dies der Landesbetrieb Straßenbau NRW. Maßnahmen an Haupteisenbahnstrecken liegen in der Zuständigkeit des Eisenbahn-Bundesamtes bzw. der Deutschen Bahn. Maßnahmen, die die Stadt Herne umsetzen kann, beschränken sich daher hauptsächlich auf die kommunalen Hauptverkehrsstraßen.

Um den Lärm im Straßenverkehr zu verringern gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dabei ist eine Unterscheidung zwischen Emission, der Erzeugung von Lärm, und Immission, der Einwirkung des Lärms auf die Umwelt, notwendig. Es wird unterschieden zwischen aktivem und passivem Schallschutz. Aktive Maßnahmen bekämpfen den Lärm an der Quelle oder auf dem Ausbreitungsweg. Passive Maßnahmen wirken beim Empfänger.

Im Folgenden sind Beispiele für typische Lärmminderungsmaßnahmen aufgeführt.

  • Erneuerung der Straßenoberfläche, Ausbesserung von Schlaglöchern
  • Einsatz lärmoptimierter/-mindernder Fahrbahnbeläge
  • Tempo-30 Zonen/Straßen
  • Geschwindigkeitsbeschränkung im Nachtzeitraum
  • Kreisverkehre anstatt Lichtsignalanlagen
  • gezielte Steuerung von Lichtsignalanlagen (bspw. grüne Welle)
  • Nachtabschaltung von Lichtsignalanlagen (dem können Sicherheitsaspekte entgegen stehen)
  • Umstellung des ÖPNV auf Elektrofahrzeuge
  • Lärm mindernde Bereifung
  • "Anlieger frei"-Zonen/Straßen
  • Fahrverbote für bestimmte Fahrzeuggruppen (bspw. Lkw)
  • zeitlich begrenzte Fahrverbote
  • größere Abstände zwischen Fahrbahn und Randbebauung
  • Verringerung des Fahrbahn-Querschnitts / der Fahrstreifenanzahl
  • Verkehrsberuhigende Maßnahmen (Verkehrsinseln, Bremsschwellen)
  • Lärmschutzwände /-wälle
  • Schallschutzfenster
  • Fassadenverbesserungen