Schienenlärm

Die Lärmaktionsplanung im Schienenverkehr konzentriert sich schwerpunktmäßig auf den Straßenbahnverkehr auf kommunalen Straßen, da sowohl für die Aktionsplanung als auch die Maßnahmenumsetzung die Zuständigkeit bei der Stadt Herne liegt.

Auf dem Gebiet der Stadt Herne verkehrt als einzige Straßenbahn die Linie 306 von Wanne-Eickel Hauptbahnhof nach Bochum. Die Lärmkartierung weist für die Linie 306 räumlich begrenzte Überschreitungen der Auslösewerte von 70 dB(A) für LDEN oder von 60 dB(A) für LNight auf, die sich vor allem auf die Kurvenbereiche beziehen. Auf der Linie 306 werden seit Ende 2016 - außer in Ausnahmefällen - Fahrzeuge mit Schienenkopfbenetzung eingesetzt, die das sogenannte „Kurvenquietschen“ wirksam verringern bzw. beseitigen. In der Realität liegen daher deutlich niedrigere Lärmpegel vor als in der Lärmkartierung aus dem Jahr 2015 ausgewiesen. Entlang der Linie 306 existieren daher keine Hotspots für die Lärmaktionsplanung im Sinne der EG-Umgebungslärmrichtlinie.

Die Stadt Herne ist auch für die Lärmaktionsplanung an Schienenwegen des Bundes zuständig, nicht jedoch für die Maßnahmenumsetzung. Hier liegt die Zuständigkeit beim Eisenbahn-Bundesamt bzw. der Deutschen Bahn. Die bisherigen Erfahrungen der Lärmaktionsplanung im Schienenverkehr zeigen, dass von städtischer Seite kaum ein Einfluss auf Maßnahmen in Bundeshoheit besteht.

Weitere Informationen zur Lärmaktionsplanung und Lärmminderungsmaßnahmen an Schienenwegen in Bundeshoheit finden Sie auf den Seiten des Eisenbahn-Bundesamtes.